Die Griller


Das Um- und Auf stellt die Auswahl das geeigneten Griller's dar. Das vorhandene Angebot hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Hat in den 80 und 90 Jahren der gemauerte Grillkamin das Um- und Auf dargestellt, gibt es heutzutage eine Riesenauswahl an verschiedenen Grillern: 

 

Kugelgrill, Smoker, Gasgrill, Holzkohlegriller, Elektrogriller und viele mehr. 

(C) Weber Kugelgrill

Gemauerter Grillkamin

Bildquelle: Weber-Stephen Products LLC


Es haben sich nicht nur die Griller verändert, sondern auch die Art des Grillens. Ich kann mich an grillen in meiner Kindheit erinnern: die Kohle wurde im gesamten Griller verteilt und mit einem Föhn zum Glühen gebracht. Das Fleisch wurde über der starken Hitze der glühenden Kohlen gegrillt und mit Saucen und Salat serviert. 

Anfang 2000 kam aus den Vereinigten Staaten eine neue Art des Grillens nach Europa: das Barbecue. Der große Unterschied ist der Zeitfaktor und die Art des Grillens. 

 

In Amerika bedeutet Barbecue das Zusammentreffen von Familien und Freunden wo schon das Anheizen des Grillers am Vormittag zelebriert wird. Der Zeitfaktor ist nicht mehr wie früher auf ein paar wenige Stunden beschränkt, sondern füllt gut und gerne einen ganzen Tag bis in den Abend

 

Dadurch hat sich auch die Art des Grillens verändert. Die Kugelgrills und Smoker wurden in Europa salonfähig, da man mit ihnen verschiedenste Speisen in sehr kreativer Form zubereiten konnte. Das Grillen war nicht mehr auf Würstel und Kotelett beschränkt. 


Der Kugelgrill


Dieser Griller hat das Grillen revolutioniert, da plötzlich zahlreiche Möglichkeiten der Zubereitung hinzu gekommen sind. Man kann z.B. die gewünschte Temperatur regulieren und die sogenannte indirekte Hitze generieren, die an die Funktion eines Backrohres erinnert.

 

Eines möchte ich an dieser Stelle aus tiefster Überzeugung anmerken: wer billig kauft, kauft teuer, anders gesagt sollte beim Kauf gleich auf Qualität geachtet werden! Die Erfahrung hat gezeigt, dass der Billig-Grill aus dem Baumarkt nur bedingt geeignet ist (ich habe es geschafft bei Verwendung von Grill-Brickets einen Billig Grill im wahrsten Sinne des Wortes zu schmelzen). 

Welcher kugelgrill?

Da beim Barbecue eine Vielzahl von verschiedensten Zubereitungsmethoden wichtig ist, empfehle ich auch für den Einstieg einen Kugelgriller mit einem Durchmesser von 57cm.

Warum 57 cm

Größe spielt bekanntlich nicht immer eine Rolle, beim Barbecue dann doch irgendwie. Weswegen lohnt sich also ein 57er Kugelgrill?

 

Zum einen gibt es ab dieser Größe unterschiedliche Einsätze für euren Grillrost wie hier auf dem Kugelgrill von Weber ersichtlich: für die Zubereitung von Steaks eignet sich wunderbar der porzellanemmaillierte gusseiserne Grillrosteinsatz. Derer Einsätze gibt es viele praktische: einen Wok, als Pizzastein , Gemüseinsatz und viele mehr.

 

Ab dieser Größe kann man auch so richtig mit den verschiedenen Grillvarianten spielen: direktes Grillen, indirektes Grillen, verwenden der Kohlekörbe und vieles mehr.

 

Last but not least wohl auch der mitunter wichtigste Grund: eure zukünftigen Barbecues werden viele Gäste haben und da braucht man schon etwas Fläche um alle Speisen auch tatsächlich unterbringen zu können, damit keiner eurer Freunde zu lange auf sein Steak warten muss :-)

 

Außerdem passen Fleischstücke im Ganzen richtig gut auf diesen Griller! 

 

 


Dann schulden wir euch noch die Antwort auf die Frage "Warum überhaupt einen Kugelgriller"? 

 

Die Beantwortung dieser Frage ist schnell gegeben, da der Kugelgrill es ermöglicht nicht nur direkt oder indirekt zu grillen, sondern man damit auch wunderbar räuchern (smoken) um dem Fleisch eine ganz bestimmte Note zu geben! 

 

Wichtig ist das der Kugelgrill, den ihr kauft, ein Thermometer außen hat, damit ihr immer über die innere Hitze bescheid wisst! Über die Schieberegler auf dem Deckel und dem Boden regelt man die Hitze (wie genau erklären wir euch demnächst in einem gesonderten Beitrag unter Grill-Tipps)

Ich hoffe ich konnte euch im ersten Schritt eine Hilfestellung und gute Gründe bei der Auswahl des Grillers geben.

Empfehlung

Von meiner Seite aus eine klare Empfehlung für Einsteiger: kauft euch einen Kugelgriller mit mind. 57cm Durchmesser. 

Und denkt daran: Qualität spielt eine Große Rolle! Wenn ihr unsicher seit, lasst euch in einem Grillfachgeschäft beraten! 

 

Um das Maximum aus eurem Kugelgrill für das nächste BBQ rauszuholen, lohnt sich ein Blick auf das richtige Grillzubehör

 


Der Gasgrill


Die Holzkohle-Griller sind während des Betriebes durchaus betreuungsaufwendig und benötigen etwas Einlaufzeit. Gasgriller bieten da einige Vorteile: das Anheizen dauert deutlich kürzer und macht spontane Gillereien leicht möglich und auch die Temperaturregelung ist ein Kinderspiel, da diese über einen Drehknopf eingestellt wird.

Womit ich immer sehr zeitig konfrontiert werde, ist die Frage, ob das Grillen mit Gas noch das urtypische Grillerlebnis ist, da ja keine Kohle zum Einsatz kommt. Es liegt die Vermutung nahe, dass das Grillgut eben nicht nach grillen schmeckt.

 

Da diese Frage schon lange besteht, habe ich mich aufgemacht und unterschiedliche Meinungen zu dem Thema eingeholt. Ich habe meinen Fleischer des Vertrauens, ein Wettbewerbs-Grillteam, die Weber Grill-Academy und einen namhaften Grillkursleiter befragt.


Ich war sehr überrascht, das die Meinungen nicht allzu sehr auseinander gehen und eine These bei allen Anklang findet: der rauchige Geschmack eines Kohle- oder Holz BBQ dringt erst nach längerer Zeit am Griller in das Grillgut ein.

Heißt anders gesagt, dass beim Grillen von beispielweise Wurst oder Steaks der Gasgrill einen sehr ähnlichen Geschmack bringt, wie ein Holzkohlegriller, da das Grillgut nicht lange genug am Griller liegt.

Dies lässt somit den Umkehrschluss zu, dass beim indirekten Grillen in der Theorie der Holzkohle Griller mehr Geschmack ins Fleisch bringt. Meine Erfahrung ist, das diese Diskussion schnell zur Glaubensfrage wird und die Stärken des Gasgrills in der Einfachheit der Bedienung und Flexibiltät liegen.

Arten von Gasgrills

Der größte Unterschied liegt in der Größe des Grills. Daraus ergibt sich die Anzahl der Brennelemente innerhalb des Gasgrillers und die damit verbundenen Möglichkeiten. Einige Gasgrills kommen als Outdoorküche daher, und haben neben der eigentliche Grillfläche noch Gaszusatzherde für die Zubereitung von Beilagen oder Saucen.

Anhand der Preise sieht man schon, dass Größe Geld kostet. Ob in jedermanns Garten eine ganze Küchzenzeile Einzug halten soll, kann jeder für sich entscheiden wenn das notwendige Kleingeld vorhanden ist.

 

Grundsätzlich empfehle ich aber darauf achten, dass der Grill mindestens 3 Zonen hat um auch mehr Gäste verköstigen zu können und der Grillrost aus Edelstahl ist.


Der Elektrogrill


Noch mehr Glaubensfrage wird das Thema, wenn es um Elektrogrills geht. Wo spielt dieser eigentlich seine Stärken ist?

Als erstes ist eindeutig die Größe anzuführen, ein Elektrogrill findet auch leicht auf einem Balkon seinen Platz und es ist kein Garten notwendig. Weiters gilt das gleiche, wie für Gasgrills - ein spontanes Grillerchen am Abend ist ohne weiteres möglich, da die Elektrogriller auch in wenigen Minuten auf Betriebstemperatur sind.

 

Bei den Elektrogrills hat sich im letzten Jahr sehr viel getan und diese unterscheiden sich mittlerweile von den alten bekannten Tischgrillern.

Mit dem Weber Pulse wurde ein Griller präsentiert, der neue Massstäbe gesetzt hat und dem Elektrogrill in ein neues "trendiges" Licht gerückt hat.


Ich habe den Weber Pulse getestet, um mir selbst ein Bild von modernen Elektrogrills zu machen. Lest meine Erfahrungen zum Thema Elektrogriller hier.