Der Smoker


Die Smoker haben in den letzten Jahren einen wahren Siegeszug durch viele unserer Gärten gestartet. Den Ursprung hat der Smoker in Amerika, wo sich das "räuchern" im 18. Jahrhundert etabliert hat, Low & Slow wurde zur Religion. Der Smoker eignet sich vor allem für ganze Fleischstücke und Ribs.

In den vereinigten Staaten gibt es bis heute unterschiedlichste Varianten von Smokern, verwendeten Hölzern oder Zubereitungsarten. Auf der BBQ-Landkarte könnte ich euch einen Überblick verschaffen!


Was ist smoken?

Der Unterschied zum Grillen ist, dass das Fleisch nicht direkt über dem Feuer (den Kohlen) gegrillt wird, sondern im heißen Rauch gegart oder geräuchert wird. 

 

Diese Zubereitungsvariante dauert etwas länger, da beim Smoken Temperaturen bis max. 150 Grad erreicht werden. 

 

Je nach Smoker kommen unterschiedliche Brennmaterialen zum Einsatz: Holz (z.B. Kirschholz), Grillkohle oder Pellets. 



Welche Smoker gibt es


Barrelsmoker


Der Barrelsmoker ist der "klassische" Smoker. Der Grill besteht aus einer Brenn- und einer Grillkammer (Garkammer). In der Brennkammer wird die Glut erzeugt und die Hitze geht über eine Verbindung in die Grilkammer, wo sie zirkuliert und das Grillgut gart. Der Smoker wird klassisch mit Holz befeuert.

Amazon Link

Bei den Smokern gibt es sehr große preisliche Unterschiede (von € 100,00 bis weit über € 1.000,00).

Es sollte beim Kauf eines Smokers auf Qualität geachtet werden, da es darum geht die Wärme und den Rauch über längere Zeit im Grillgerät zu halten.

Ob es einer Smoker im mittleren Preissegement bringt, habe ich für euch hier getestet.



Wassersmoker


Ich kann gar nicht sagen, wenn der Wassersmoker Einzug gehalten hat. Das Aussehen des Smokers erinnert an R2D2 aus Star Wars oder an einen Minion. Befeuert wird der Griller mit Grillkohle. Den Namen verdankt der Smoker einer Wasserschüssel (mit heißem Wasser) die in einem Zwischenschacht unter dem Grillgut platziert wird. Auf dem obersten Rost liegt das Fleisch.

Amazon Link

Das Wasser dient zum einen dazu, dass im Smoker Feuchtigkeit durch Wasserdampf verteilt wird, zum anderen als Hitzelschild damit die Temperatur im Smoker nicht zu heiß wird.

Da das Wasser verdampft und nachgefüllt werden muss, kann man sich mit Sand helfen. In den Wasserkessel wird Sand gefüllt, dieser verhindert ein schlagartiges Ansteigen der Temperatur, auch wenn alles Wasser verdampft ist.


Wie beim Barrelsmoker nimmt das Einregeln der Temperatur beim Wassersmoker etwas Zeit in Anspruch, die man sich aber geben sollte. Gegrillt wird beim Wassersmoker zwischen 100 und 130 Grad.

Neben Pulled Pork und Briskett, eignet sich der Smoker auch hervorragend zum Räuchern von Fisch. In vielen Modellen kann man den Grillrost heraus nehmen und den Fisch aufhängen.


pELLETS-SMOKER


Relativ jung auf dem Markt sind sogenannte Pellets Smoker. Diese elektrobasierten Smoker werden, wie der Name schon sagt, mit speziellen Holz-Pellets befeuert und elektronisch reguliert. Diese Pellets werden, je nach gewünschter Temperatur, automatisch zur Befeuerung in die Brennkammer befördert.

Amazon Link

Der Aufbau eines Pellets-Smokers erinnert sehr stark an den eines Barrelsmokers. In der Brennkammer befinden sich die Pellets zum Weitertransport, die Befeuerung erfolgt direkt in der Garkammer.

Aus meiner Sicht haben diese Geräte das "Smoken" revolutioniert, da sie relativ einfach längere Grillgänge ermöglichen, ohne das man viel Wissen hinsichtlich Temperaturmanagement mitbringen muss da dieses elektronisch erfolgt.


Vor allem bei der Elektronik können diese Griller mit vielen Extras aufwarten: Bluetooth Verbindungen senden Griller- und Grillguttemperatur automatisch auf das Smartphone oder melden wenn Pellets nachgelegt werden müssen.

Pellets-Smoker sind eindeutig im Vormarsch, perfekt geeignet für Hobbygriller, die gerne mit etwas weniger Aufwand Smoker-Gerichte grillen wollen und über das notwendige Kleingeld verfügen.  


Gas-Smoker


Der letzten im Bunde sind die Gas-Smoker. Diese werden seit vielen Jahren verwendet und haben eine sehr ähnliche Funktionsweise wie der Pelletssmoker. Über eine Gasflamme kommt ein Behältnis mit Räuchersticks (Pellets), welche für den typischen Rauch im Smoker sorgt.

Im Aufbau unterscheiden sich die gasbetriebenen Smoker etwas von den Artgenossen, da er in die Höhe gebaut ist. 

Viele dieser Smoker haben auch Platz für eine Wasserschale, die dem Prinzip des Wassersmokers folgt. 

Der Gassmoker eignet sich durch seine vertikale Bauweise perfekt zum Räuchern von Fisch. Viele Geräte haben oben eine Leiste, wo z.B. Forellen aufgehängt werden können.

Amazon Link


Durch die Regulierung über einen Drehknopf wird die Temperatur gesteuert. Dadurch kann diese sehr konstant gehalten werden. Der Gasverbrauch ist bei den Smokern immer wieder ein Thema, da diese über längere Zeiträume grillen sollen und je nach Anbieter viel Gas verbrauchen können. 

Die Ausstattung von Gas-Smokern ist mittlerweile sehr umfangreich, so werden Bluetooth-Verbindungen genauso angeboten wie digitale Thermometer. 

Diese Art Smoker eignet sich für alle, die gerne mit Gas grillen und gerne Fische im Ganzen räuchern möchten.