Der Weber Smokefire


Die Smokefire night

Die Marketingmaschinerie von Weber begann im letzten Jahr zu laufen: etwas neues, noch nie dagewesenes kommt. Dann die Info: Weber baut selbst einen Pelletsmoker! Hä? Wo ist da die Neuheit, die gibt es doch schon in ganz guter Qualität. Was soll da so unfassbar neu sein?

 

Gestern Abend, am 28.02.2020, war es dann soweit. Der Smokefire wurde uns das erste mal zum Anfassen gezeigt. Und das beste, wir durften ein ein paar Schmankerl aus dem Grill verkosten. 

Der Weber Original Store Süd war perfekt auf die Präsentation des Grills vorbereitet. Wir waren ca. 120 Leute, die es sich nicht entgehen lassen wollten, einen Blick auf den neuen Griller zu werfen. Die Griller im Ausstellungsraum waren noch zugedeckt, aber auf der Terrasse liefen 3 Stück, wie man uns sagte, über 14 Stunden mit den Köstlichkeiten die wir im Anschluss verkosten durften. 


Wir warteten gespannt auf den Griller, an sitzen war für uns nicht zu denken. Wichtig war der direkte Blick auf die Präsentation, die der Gebietsleiter von Weber Süd etwas später dafür nutzen würde uns die Details über den Griller zu zeigen. Matthias, der Leiter vom Weber Original Store Süd in Brunn machte die Einleitung und bauter schon einiges an Spannung auf. 


Kennt er die eierlegende Wollmilchsau? Es entstand der Eindruck, das Weber genau das Ziel verfolgt hat: einen Griller der ALLES vereint! Er über 14h Stunden bei 90-120 Grad smoken und er hat eine Searzone in der er bis 320 Grad aufheizen kann. Zu den Details: 

Die Griller

Den Griller gibt es in 2 unterschiedlichen Varianten: 

  • den Smokefire EX4 GBS (total 4.270 cm² auf 2 Grillflächen) und
  • den Smokefire EX6 GBS (6.370 cm² auf 2 Flächen)

Sie unterscheiden sich einzig und allein in ihrer Größe. Man muss schon sagen, der EX6 macht mächtig was her, aber dafür braucht man im Garten eindeutig Platz! Beide Grills werden mit dem GBS System ausgeliefert (teilbarer Rost). 

Smokefire EX4

Smokefire EX6

Beide Grills werden mit dem Weber Connect System ausgestattet. Ein Riesenvorteil, da dieses mit dem Heim-Netzwerk über WLAN verbunden werden kann und somit eine deutlich bessere Reichweite aufweist, als eine Bluetooth Verbindung.


Rechts auf dem Bild seht ihr den EX4 in Action. Das Briskett hatte lt. den Angaben der Grillmeister knappe 6 Kilo. Schön zu sehen ist der 2 stufige Rost und das GBS System auf dem unteren Grillrost. 

 

Auf unsere Frage hin, wie es mit der notwendigen Stromleitung ausschaut, bekamen wir eine sehr überraschende Antwort: der Griller zieht im laufenden Betrieb maximal 375 Watt, beim Aufheizen und unter Vollast etwas mehr, aber weit nicht soviel wie der Pulse (2000 Watt). 


was macht der smokefire besser?

Um diese Frage unvoreingenommen zu beantworten, muss ich ihn erst testen. Die Tests werde ich ca. Mitte März machen können. Was aber bereits vorab sehr interessant ist, sind die Überlegungen, die Weber angestellt hat, was der Griller besser machen soll als die Konkurrenz: 

  • Kurze Anheizphase
    Scheinbar ist die bei einigen anderen Grillern ein Thema. Klingt vielversprechend
  • Gleichmäßige Hitzeverteilung
    Das denke ich, wird Weber im Griff haben. Schaut man dem Grill "unter die Haube", so erkennt man das System, dass auch in den  Gasgrills verbaut ist. 
  • Keine Ascheverteilung am Grillgut
    Auch hier der Blick ins Innere: es ein geschlossenes System, wo die Asche unter dem Grill entsorgt wird. Ob das System auch bei stärkerem Wind hält was es verspricht? Es wäre wünschenswert! 
  • Geschlossenes Fettauffangsystem
    Hier setzt Weber auf seine Erfahrung: das System erinnert an das Abtropfsystem im Pulse. Das Fett wandert in eine Schale unter dem Grill und kann über eine Lade herausgenommen und getauscht werden. Das Fettauffangsystem teilt sich den Platz mit dem Aschebehälter. 
    Für mich eine gute Sache, ich finde die Fettaufhangkübel auf der Seite des Grillers nicht sehr prickelnd
    !
  • Lange Lebensdauer
    Heißt bei Weber 5 Jahre Garantie vom  Start weg. Absolut sinnvoll und zeugt von Selbstvertrauen das der Grill funktioniert!  

Der Treibstoff

Der Griller verwendet Pellets unterschiedlicher Geschmacksrichtungen. Es sind hierbei keine Überraschungen dabei, die Sorten sind jetzt schon auf unseren Smokern und als Räuchersticks im Einsatz. Ich glaube es gibt 9 unterschiedliche Sorten. 

 

Ein Sack Pellets wiegt 9 Kilo und reicht für 4,5-6 Stunden schnelles grillen und 14-18 Stunden low and slow. 

 

Im kleineren der beiden passt genau ein Sack Pellets, in den großen 14 Kilogramm. Das heißt, der Longjob kann ohne weiteres ohne  Aufstehen in der Nacht gegrillt werden. 

Die Verkostung

Damit wir uns von der Vielseitigkeit des SmokeFire überzeugen können, gab es als Vorspeise Flamkuchen und Pulled Pork auf Erbsenpürree. Beides hat hervorragend geschmeckt, aber ich war etwas überrascht, dass man den Rauch nicht so intensiv wie erwartet geschmeckt hat. 

 

Das Pulled Pork war etwas langsähnig, was passiert wenn man es über einen längeren Zeitraum warm halten muss. Bei über 100 Gästen ist das Zeitmanagement auch nicht ganz einfach. 


Von der Hauptspeise war ich begeistert, denn hier spielte der Smokefire seine ganze Stärke aus. Das absolute Highlight war das kanadische Briskett. Knappe 16 Stunden im Smoker low and slow gegrillt entfaltet es seine unfassbaren Aromen. Und das noch butterzart, das es auf der Zunge zergeht! 

 

Dazu serviert wurden Ribs, die sich mit nur einem Biss vom Knochen gelöst haben. Überraschend war, dass das Fleisch trotzdem nicht bei aufnehmen vom Knochen gefallen ist. Für mich die perfekte Mischung aus Zartheit, Aussehen und Geschmack. 

 

Das Perlhuhn (ich denke es war Perlhuhn) wurde mit dem Beecan Chicken Rub mariniert und war auch für knapp 4 Stunden am Grill. Lange Rede kurzer Sinn: ebenfalls hervorragend! 


Die OFFIZIELLEN Weber Links:

Offizieller Weber Link: https://bit.ly/2T7ggSH

 

Weber Original Store Shop Link: 

https://www.weber.com/AT/de/grills/holzpelletgrills/

 

(Lieferbar ab 01.03.2020)